Die Shiatsu-Therapie geht auf die alte chinesische Medizin zurück.
Vor mehr als 1300 Jahren wurde die chinesische Akupunktur eingeführt, wo sie sich später mit der traditionellen Heilmassage Anma (an= drücken, ma= streicheln) verband.
Elemente des Do In, einer Methode, die Selbstmassagetechniken und Körperübungen beinhaltet, kamen hinzu.
Die heute bekannte Shiatsutechnik entwickelte sich jedoch erst zu Beginn unseres Jahrhunderts, und das Wort Shiatsu taucht frühestens seit 1920 im japanischen Sprachgebrauch auf.
Ebenso wie in der Akupressur geht es auch bei Shiatsu darum, bestimmte Punkte an der Hautoberfläche zu drücken, um etwa Schmerzen zu lindern oder die Gesundheit zu stärken. Und tatsächlich heisst Shiatsu übersetzt: "Fingerdruck" (shi= Finger, atsu= Druck!) Akupressur und Shiatsu beruhen also auf ähnlichen Vorstellungen und verfolgen ähnliche Ziele: Es geht darum, die Lebensenergie in den Meridianen anzuregen.
Diese Energie, die in China Qi genannt wird, heisst in Japan Ki. Diese Gemeinsamkeiten mögen der Grund dafür sein, dass Akupressur undShiatsu oft miteinander verwechselt werden. Doch es gibt einige Unterschiede:
= Shiatsu setzt sehr viel mehr Techniken ein. Die japanische Heilmassage beschränkt sich nicht darauf, bestimmte Körperpunkte zu stimulieren, sondern es kommen unterschiedlichste Druckpraktiken (z.B. auch mit Füssen, Ellbogen oder Knien) und teilweise chiropraktische Dehntechniken zur Anwendung.
=Shiatsu zielt auch nicht so sehr auf Akupunkturpunkte, sondern auf den Energiezustand der Meridiane selbst.
Shiatsu war lange Zeit im Westen unbekannt. Erst in den siebziger Jahren des 20. Jahrhunderts kam diese Massageform nach Europa und in die USA!
Quelle:Das grosse Buch der Massagetechniken





